veranstaltungen

 
02. September // 20.00 Uhr metamorphopolis_hörspielpark
Hörspiele von Johannes Dechau [Hamburg] und Paul Plamper [Berlin]

In ungewöhnlichen Settings werden 2 Hörspiele präsentiert. Johannes Dechau spricht in seinen Hörspielen alle Rollen selbst und mischt sie mit Musik- und Soundcollagen. Alltagssituationen werden verfremdet und auf die Spitze getrieben. In schnellen Schnittsequenzen wird die Musik gezielt eingesetzt. Paul Plamper entwickelte RUHE 1 für das Museum Ludwig und den WDR als ein Hörspiel im Raum. Ein Saal mit leeren Tischen und Stühlen. Aus Lautsprechern tönt die Geräuschkulisse eines voll besetzten Cafés. Ein Vorfall draußen auf der Straße lässt die Gespräche an den Tischen verebben. Ein Mann und eine Frau streiten sich. Beide krachen gegen die Fensterscheibe des Cafés. Der Streit eskaliert. Man müsste einschreiten, helfen. Ein Moment von Ruhe entsteht im Raum. Ruhe, in der beides möglich ist: Einmischung oder Distanz. RUHE 1 untersucht eine plötzlich entstandene Ruhe als Politikum. Das Hörspiel seziert das komplexe Verhalten einer Gruppe durch konsequente Auffächerung in die verschiedenen Perspektiven und Haltungen – die einzelnen Bequemlichkeiten, Ängste, Selbstsüchte, Unaufmerksamkeiten und Mutanflüge. Aus dem scheinbaren Nebeneinander alltäglicher Cafégespräche wird in diesem multidimensionalen Hörspiel eine Gemeinschaft, die eine Entscheidung trifft.

 
 
03. September // 18.30 Uhr metamorphopolis_stadt und aktion
Kunstaktion im öffentlichen Raum von und mit Johannes Dullin & Signe Holtsmark / Banality Dreams [Berlin/Oslo] u.a.

Mit den Teilnehmern der metamorphopolis erarbeiten Banality Dreams eine Intervention im öffentlichen Raum. Dabei schlüpfen sie in die Rolle von hoch spezialisierten Politikern:

„Wir sehen einerseits verantwortungsbewusste Politiker mit unübersehbarer Sensibilität, mit Phantasie und elitärer Aufrichtigkeit – doch wir sehen auch die Staatenlenker in teuren Anzügen und eleganten Kleidern, welche mit derselben Leidenschaft tanzen und debattieren. Sie machen Wahlkampf in der Fußgängerzone, reden auf dem Podium und versuchen, halbwegs auf dem Teppich zu bleiben bzw. auszurasten – wenn’s mal sein muss. Was dabei rauskommt, ist zweifellos unvorhersehbar und deshalb besonders wertvoll: kann als ein Anspielungsfeld dienen, auf dem das kreative Potential eines jeden Einzelnen seinen Platz findet. Was also können wir von dieser Elite lernen?“

[Banality Dreams]

 
 
03. September // 20.00 Uhr metamorphopolis_bild und töne
Filmdokumentation und Konzert Soundcultures – eine Soundreise in 3 Länder // Danja Atari & Band (Düsseldorf)

Soundcultures
What happens if you venture a journey to record traditional music of strange countries, and then mix these recordings with electronical elements programmed at the computer? »Soundcultures« is what comes out when you do so! I traveled to three countries – Tunisia, Portugal and Poland – to find musicians who introduced me to their traditional music. I learned very interesting things about it, met incredibly nice, talented and open minded people and found new friends. After all I took home a bunch of crazy, beautiful and very strange recordings to work on my own interpretation of what I heard, what I felt and experienced in the particular countries.
www.danja-atari.com/soundcultures/atari

Danja Atari & Band [Düsseldorf]
Sie ist zu einem Viertel tunesisch, einem Viertel französich und der Rest ist eine Mischung aus Berlin und Ruhrgebiet. Danja Atari ist Kosmopolitin, sie bereist die Welt und füllt ihren Koffer mit internationalen kulturellen Erfahrungen. Egal ob Portugal, Norwegen, Frankreich, Polen oder Tunesien – Danja war schon da und hat ein Stück der jeweiligen Musiktradition mitgenommen nach Deutschland, ihrer musikalischen Homebase. Dort mixt die Weltreisende Spoken Words mit Elektronik, Chanson mit glasklaren Beats. Und mit ihrer zuckersüßen, aber glasklaren Stimme begeistert die charmante Sängerin mit hauchzarten Refrains, die zur Stille geleiten oder die Gedanken Purzelbäume schlagen lassen.
Live Besetzung: Vocals: Danja Mathari, Jerome Vazhayil // DJ: Adnan Hadzic // Bass: Kay Schilling // Guitar: Jens Schilling // Drums: Sebastian Maier
www.danja-atari.com
www.myspace.com/danjaatari

 
 
08. September // 20.00 Uhr metamorphopolis_wort und bild
Kurzfilme und Lyrics von und mit Sharlene Anders [Düsseldorf], goetz [Hamburg], Ersan Ocak [Istanbul] u.a.

 
 
09. September // 20.00 Uhr metamorphopolis_wort und ton
storytelling/experimental/live electronics von und mit Jim Permanent [Dortmund], Ingo Toben [Düsseldorf] u.a.

Mit klassischen Kassettenrecordern arbeitet der Regisseur und Filmemacher Ingo Toben bei seinem storytelling Format. Dabei zeichnet er neben erfundenen, improvisierten Texten auch Geräusche der Umgebung auf. Dieses Material wird in einer Audio-Galerie präsentiert und dient gleichzeitig als Material für den Musiker und Komponisten Jim Permanent.

 
 
10. September // 18.30 Uhr metamorphopolis_stadt und aktion
Kunstaktion im öffentlichen Raum von und mit Tobias Bade [Hamburg], Christian Fleck [Hamburg], Ersan Ocak [Istanbul], Melanie Schmitt [Frankfurt] u.a.

 
 
11. September // 12:00 Uhr metamorphopolis_wort und gedanke
Symposium mit Mitwirkenden der metamorphopolis sowie Fachleuten aus Kunst, Wissenschaft, Medien und Politik

 
 
11.September // 20.00 Uhr metamorphopolis_töne und tanz
Konzert und Party live: Harmonious Thelonious // DJ: Christian Fleck & Tobias Bade

Zum Abschluß der metamorphopolis gibt es ein rauschendes Fest. Bei Harmonious Thelonious handelt es sich um ein neues Projekt von Stefan Schwander [antonelli]. Wir sind gespannt auf sein Live-Set, das er selbst beschreibt als elektronisch und zu gleichen Teilen von frühen Minimalisten [60s american] und afrikanischen Rhythmen und Spielarten beeinflusst.

Schwanders Liebe zu afrikanischer Musik wird offenbar, er flicht hochverdichtete folkloristische Percussion in die elektronischen Stücke. “On Stages” ist eine rohe, brutale Platte. Sie packt einen, obwohl man bei der ersten Konfrontation nur Getöse wahrnimmt. Man verliert sich darin wie Alice im Kaninchenbau, und allmählich schält sich aus dem technoiden Klang-Gewimmel die Melodie, die Schönheit.

[Rheinische Post]

Anschließend legen die beiden Musiker Tobias Bade und Christian Fleck von Station 17 aus Hamburg auf.